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Herausforderung Regularien


Herausforderung Regularien

Neue Regularien bedeuten direkt neue Kosten und damit die Frage: wem nutzt es, wer zahlt es und auf wen kann derjenige die Kosten zu welchen Teilen abwälzen?

Worum geht’s?

1) Neue Regularien bedeuten direkt neue Kosten und damit die Frage: wem nutzt es, wer zahlt es und auf wen kann derjenige die Kosten zu welchen Teilen abwälzen? Derjenige Akteur, an dem die Kosten hängen bleiben hat in der Regel das Problem. Faire Lastenverteilung kennt die Logistik-Branche nicht. Wer schwächer ist, zahlt. Bei Regularien kommt es insbesondere auf die Lobbyarbeit an. Angenommen, neue Technologien können Unfälle bei LKW verhindern. Die Hersteller haben sofort eine Lösung und die Politik macht sie zur Pflicht für Neufahrzeuge. Wer zahlt? Wem nutzt das? Das kommt auf die Lasten- und Nutzenverteilung an. Und es ist klar: „die“ Logistik gibt es nicht. Zu viele Verbände, zu viele Partikularinteressen, Modalitäten und Länder gegeneinander: die Branche ist zu diversifiziert, um mit einer Stimme zu sprechen. Deswegen versuchen alle, das Beste für sich rauszuschlagen und es kommt folglich nur sehr schwer zu tragfähigem Konsens. Das macht es auch für die Politik und Verwaltung schwer.

2) Regularien werden oft international unterschiedlich interpretiert und umgesetzt bzw. unterschiedlich schnell umgesetzt. Der Ehrliche ist immer der Dumme und der Dumme zahlt drauf, bis er aus dem Markt ist. So einfach ist das. Wenn also die Legislative tätig wird und die Judikative feiert, weil sie schon nach 1.5 Jahren erste Urteile gegen Sünder spricht, sind die Ehrlichen seit einem halben Jahr pleite. Das liegt daran, dass Logistikdienstleister entweder Händler sind (und wo nichts reinkommt, aber Fixkosten da sind: schlecht) oder sie als Frachtführer auf einem teuren Fuhrpark und Personal sitzen (sodass die Pleite noch schneller kommt). Wenn die ehrlichen (=guten) Logistikdienstleister so aus dem Markt scheiden, haben die Verlader (Industrie und Handel) ein Qualitäts- und die Logistik-Branche ein Reputationsproblem, das mit der Zeit gravierender wird. Regularien müssen als gleich umgesetzt, kontrolliert und geahndet werden, sonst sind die Märkte verzerrt.

3) Die Regularien treffen nämlich auf einen der härtest umkämpften Märkte: in der Logistik ist billig zu teuer. Und durch Nichteinhaltung von Gesetzen lässt sich viel Geld verdienen. Das ruft Kriminelle auf den Plan und die haben je nach Kontrolldichte und Härte der Strafen leichtes Spiel. Wie auch in anderen Branchen machen Kriminelle das Geschäft kaputt. Aber es gibt keine wirkliche Accountability i.S. einer Produkthaftung. Baut Samsung Smartphones mit explodierenden Akkus, hat Samsung das Problem. Beauftragt eine namhafte Spedition eine andere Spedition und die einen Frachtführer, der einen Subunternehmer hat, der einen dubiosen Geschäftspartner hat: wen kümmert das (nicht vergessen: billig war ja zu teuer und der Onlinehändler hat die Spedition halt gezwungen, die Retouren umsonst mitzunehmen und so nahm das Unheil seinen Lauf...). Logistikdienstleister sind im Marketing zu schlecht und zu schwach, um Qualitäts-Labels analog Bio-Gemüse aufzubauen und zu verkaufen, insbesondere mit Breitenwirkung in die Gesellschaft (Ansätze bestehen, aber die gehen nicht weit genug, um wirksam zu sein).

Aus (1), (2) und (3) folgt: es ist wichtig, den Themenkomplex breit zu diskutieren und die Probleme auszutauschen, sonst ändert sich garantiert nichts!

„Size of Prize“ (was ist das wert?)

Anders gefragt: was ist die Nichteinhaltung wert? Deutsche LKW-Fahrer vernünftig ausgebildet und angestellt kosten das 5-Fache von Dubios-Anstellungen (bei 125'000 Berufskraftfahrern in DE macht das ein Potential von EUR 3 Mrd. pro Jahr), illegal die Umwelt verpesten bringt im Jahr den Kriminellen weit über EUR 110 Millionen ein (siehe Beispiele Sklavenarbeit und AdBlue unten). Aufgrund der globalen Fehlverteilung von Wohlstand und Chancen werden die Kriminellen aber auch immer wieder Opfer finden, die mitmachen – das ist allen in der Logistik klar, wir sehen diese Ungleichheit jeden Tag. Aber: es gibt auch unter uns diejenigen, die wegschauen oder denen es egal ist... Übrigens: es sind mir keine bedeutenden Untersuchungen bekannt, was Compliance und Good Citizenship in der Logistik wert sind.

Was bedeutet das für die Logistik?

  • Verzerrung: der Schwächste zahlt die Kosten (nicht der Verursacher)
  • Preise: Kriminelle machen mit niedrigeren Preisen den Wettbewerb kaputt
  • Reputation: Skandale und Probleme

Kernherausforderungen

  • Keine Lobby, keine Klarheit über Kostenverteilung, schwieriges Marktumfeld
  • Prozesse schnell auf neue Regularien umstellen können

Einordnung am 3-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit (people, planet, profits)

People: Nichteinhaltung von Arbeitsgesetzen schafft moderne Sklavenarbeit mitten unter uns.

Planet: Nichteinhaltung von Umweltgesetzen verpestet die Luft mehr als VW, die Meere verölen und die schützenden Luftschichten gehen kaputt. Aller Einsatz der Logistik für eine bessere Umwelt verpufft.

Profits: Zu viele und unfair umgesetzte / schlecht kontrollierte Gesetze verzerren den Markt, die Preise gehen nach unten bis nur noch Schrott da ist (und die Kosten explodieren).

Zuordnung zu den Konferenzen

Wo Wann Wer Thema
Forum I 09.05.2017
15:30-17:00
VerkehrsRundschau Verkehrspolitik 2018 - wie geht es weiter nach der Bundestagswahl
Forum II 10.05.2017
16:00-17:30
Internationale Wochenzeitung Verkehr Der „grenzenlose“ Warenverkehr kommt an seine Grenzen
Forum III

10.05.2017
14:00-15:30
Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) e.V. Sicherheit in der Transportkette: Das System „Trusted Carrier“
Workshop Gefahrgutbeförderung
Forum I
2.05.2017
10:30-12:00
BVL Themenkreis Image der Logistik Kreisklasse oder Champions-League: Wo spielen Logistiker?
Im weiteren Sinne (wenn staatliche Förderung benötigt wird und um staatliche Akteure geht, insb. bei Infrastrukturthemen):
Forum III 11.05.2017
10:00-11:30
Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen e. V. (BÖB) Das Projekt EMMA - Innovative und pragmatische Lösungen für den Interreg Ostseeraum (Interreg Baltic Sea Region)
Forum III 11.05.2017
14:00-15:30
SCHIFFAHRT HAFEN BAHN UND TECHNIK, LOGISTIK + TRANSPORT INTERMODAL Strukturwandel im Containerverkehr der europäischen Seehäfen – Auswirkungen auf Hinterlandverkehre und Binnenterminals
Forum IV 10.05.2017
16:00-17:30
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) Digitalisierung – Automatisierung – Elektromobilität! Wie kann die Schiene noch umweltfreundlicher und produktiver werden?
Im weiteren Sinne (wenn es um Freihandel geht):
Forum I 10.05.2017
16:00-17:30
Logistics Alliance Germany e.V. (LAG) Länderspecial USA: „Digitalisierung in der Logistik -
Impulse aus dem Silicon Valley und Lösungen aus Deutschland“"
Forum I 10.05.2017
12:00-13:30
Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V. Logistikmarkt Iran: Chancen und Spielregeln
 
 
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